Publication · 12. Juli 2026 · 3 min Lesezeit
SkillCampVR im Fachmagazin DER SICHERHEITSDIENST: Warum Shadow AI zum unterschätzten Risiko der Sicherheitsbranche wird
In DER SICHERHEITSDIENST (2 | 2026) schreibt SkillCampVR-Geschäftsführer Pavel Druzhkov über den ungesteuerten Einsatz allgemeiner KI im Sicherheitsalltag – und was spezialisierte KI stattdessen leisten muss. Praxisbeispiel: der mit Securitas entwickelte Assistent im Einsatz.
Von SkillCamp Redaktion

Wir freuen uns, in der aktuellen Ausgabe von DER SICHERHEITSDIENST vertreten zu sein – dem Magazin der Sicherheitswirtschaft, das viermal jährlich mit einer Auflage von 11.000 Exemplaren erscheint. Im Beitrag „Shadow AI in der Sicherheitsbranche: das unterschätzte Risiko" beschreibt unser Geschäftsführer Pavel Druzhkov, wie Künstliche Intelligenz still und beinahe unbemerkt Teil des Sicherheitsalltags geworden ist. Die zentrale Frage lautet längst nicht mehr, ob KI eingesetzt wird, sondern wie.
Warum allgemeine KI im Sicherheitsumfeld an Grenzen stößt
Allgemeine KI-Tools reagieren schnell, kennen aber weder lokale SOPs noch standortspezifische Besonderheiten. Antworten können plausibel wirken und dennoch unvollständig oder falsch sein. Hinzu kommt das Risiko, dass sensible Informationen in fremde Systeme eingegeben werden. Gerade in einer Branche, die mit Fachkräftemangel, hohem Schulungsaufwand und steigenden Qualitätsanforderungen umgeht, wird verlässlicher Wissenszugang so zu einer operativen Kernfrage.
Was spezialisierte KI in der Sicherheitsbranche leisten muss
Eine auf die Branche zugeschnittene KI-Unterstützung braucht eine kontrollierte Wissensbasis, eine nachvollziehbare Antwortlogik und die Fähigkeit, Informationen passend zu Aufgabe, Standort und Rolle bereitzustellen – in Echtzeit und auf Basis freigegebener Inhalte. Gleichzeitig müssen solche Systeme mehrsprachig, DSGVO-konform und auf den Geräten nutzbar sein, die im Betrieb tatsächlich eingesetzt werden.
KI im Training und im operativen Einsatz
Ein wesentlicher Nutzen zeigt sich bereits im Training: Der KI-Trainingsassistent begleitet Auszubildende, Trainer und Mitarbeitende während Schulungen und E-Learnings, entlastet Ausbilder bei wiederkehrenden Fragen und hält Wissen im Alltag abrufbar. Noch unmittelbarer wirkt der operative KI-Assistent, der rollen-, objekt- und aufgabenspezifische Hinweise direkt am Einsatzort liefert – dort, wo Mitarbeitende keine langen Dokumente brauchen, sondern eine klare, freigegebene und sofort anwendbare Orientierung.
Praxisbeispiel: der gemeinsame Assistent mit Securitas
Wie das in der Praxis funktioniert, zeigt der gemeinsam von Securitas und SkillCampVR entwickelte Assistent, der bei Securitas bereits im Einsatz ist.
Quote „Für uns war entscheidend, dass unsere Mitarbeitenden in kritischen Situationen nicht auf unsichere externe Tools angewiesen sind, sondern auf ein System, das unsere Standards kennt, unsere Prozesse abbildet und verlässliche Antworten in Echtzeit liefert", sagt Dominik Contes, Leiter der Securitas Sicherheitsfachschule. Entscheidend ist dabei, dass Training und operativer Einsatz nicht als getrennte Welten gedacht werden: Mitarbeitende greifen auf dieselbe verlässliche Wissensbasis zurück – egal, ob in der Lernphase oder mitten in einer realen Lage.
Mehr Transparenz über menschliche Risiken
Besonders spannend wird es dort, wo KI Muster sichtbar macht. Jede Anfrage zeigt, wo Unsicherheit entsteht und welche Themen sich wiederholen. So entsteht ein präziseres Bild menschlicher Risiken im Betrieb – noch bevor daraus ein Vorfall wird. „Der größte Mehrwert liegt für uns darin, dass wir zugleich besser erkennen, wo Risiken entstehen und wie wir gezielt gegensteuern können", so Dominik Contes.
Ausblick
Über die klassischen Einsatzfelder hinaus eröffnet der Ansatz Perspektiven für weitere Bereiche – etwa die Luftsicherheit, wo Regelkenntnis, Prozesssicherheit und klare Entscheidungen besonders gefordert sind, bis hin zur Unterstützung bei der Einordnung verbotener Gegenstände und der Röntgenbilderkennung.
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