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Publication · 9. Juni 2026 · 3 min Lesezeit

PwC's aktualisierte VR-Trainingszahlen: Vier Kennzahlen, die L&D-Verantwortliche im Blick behalten sollten

PwC's aktualisierte Daten zum VR-Training verändern die Argumentation für Investitionen in die Personalentwicklung: 4× schnellerer Abschluss, 275 % höheres Selbstvertrauen, 80 % Behaltensleistung nach einem Jahr und Kostengleichstand mit Präsenztraining ab 375 Lernenden.

Von SkillCamp Redaktion

PwC's aktualisierte VR-Trainingszahlen: Vier Kennzahlen, die L&D-Verantwortliche im Blick behalten sollten

Die PwC-Studie zum VR-Training im Unternehmenseinsatz wurde in den letzten vier Jahren in praktisch jedem Pitch-Deck für Corporate Training zitiert. Die Zahlen waren schon damals überzeugend – und in diesem Zyklus wurden sie aktualisiert. Diese Aktualisierung verändert die Budgetdiskussion stärker, als die mediale Berichterstattung vermuten lässt.

Vier Kennzahlen aus dem aktuellen Datensatz sollten bei der nächsten L&D-Budgetprüfung präsent sein.

1. Viermal schneller

VR-Lernende schließen Trainings zum selben Inhalt viermal schneller ab als Lernende im Präsenzformat. Der Mechanismus dahinter ist einfach: Die Lernenden sind durchgehend aktiv bei der Sache, die Ausrüstung lässt sich nicht passiv „nebenbei mitverfolgen", und die Reibung des „Gangs in den Schulungsraum" entfällt. Für eine Belegschaft, die 60 Minuten von der Arbeit abwesend ist, um an einer 60-minütigen Präsenzschulung teilzunehmen, ist „viermal schneller" keine Lernkennzahl. Es ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl.

2. 275 % mehr Selbstvertrauen

Nach dem Training berichten VR-Lernende von einem um 275 % höheren Selbstvertrauen, die erlernten Fähigkeiten im Arbeitsalltag anzuwenden. Selbstvertrauen ist nicht dasselbe wie Kompetenz – doch in den Bereichen Arbeitssicherheit, Security und Notfallmanagement entscheidet das Zögern in den ersten drei Sekunden darüber, ob es bei einem Beinaheunfall bleibt oder ein Schadensfall daraus wird. Dieser Vorsprung beim Selbstvertrauen wurde in Studien von PwC und Accenture unabhängig voneinander bestätigt.

3. 80 % Behaltensleistung nach einem Jahr

Ein Jahr nach dem Training behalten die Lernenden rund 80 % der Inhalte. Der Vergleichswert für Präsenztrainings wird üblicherweise mit 20 bis 30 % angegeben. Die Behaltenskurve ist genau der Teil der Rechnung, den Finanzabteilungen unterschätzen: Der Auffrischungsrhythmus lässt sich strecken, was den weiter unten beschriebenen Kostenvorteil zusätzlich verstärkt.

4. Die Schwelle zum Kostengleichstand hat sich verschoben

Dieser Punkt lohnt das erneute Nachlesen am meisten. Die aktualisierte PwC-Studie setzt den Kostengleichstand zwischen VR- und Präsenzformat bei 375 Lernenden an. Bei 3.000 Lernenden ist VR um 52 % günstiger. Der frühere Break-even, der vor einigen Jahren berichtet wurde, lag höher. Die Hardwarekosten sind gesunken, die Wiederverwendbarkeit der Inhalte ist gestiegen, und die Rechnung hat sich zugunsten von VR verschoben – für jede Organisation, die in einem Programm mehr als ein paar Hundert Personen schult.

Was sich in der Budgetdiskussion verändert hat

Bei Programmen mit unter 100 Lernenden gewinnt das Präsenztraining oft noch beim Kostenpunkt. Ab 400 kippt die Argumentation. Ab 1.000 geht es nicht mehr um Kosten – sondern um die Frage, ob überhaupt jemand so viele Menschen zu einem Schulungszentrum einfliegen möchte. Für Trainingsanbieter und L&D-Abteilungen ergibt sich dieselbe Schlussfolgerung: VR ist nicht länger die Premium-Option. Es ist der Standard für mittelgroße bis große Programme – während das Präsenzformat für die betreuungsintensiven Szenarien mit geringem Volumen erhalten bleibt, in denen physische Anwesenheit noch einen Mehrwert bietet.

Was wir in der Praxis beobachten

Bei SkillCampVR arbeiten wir mit Frontline-Belegschaften aus den unterschiedlichsten Branchen. Die Zahlen decken sich mit unserer Erfahrung. Auf Basis der Kosten pro Lernstunde und Person liegen wir mit der VR-Umsetzung deutlich unter dem Präsenzäquivalent. Referenzkunden berichten von erheblichen Kosteneinsparungen bei größerem Maßstab, und ein durchgängiges Ergebnis über unsere Kunden hinweg ist ein 5× schnelleres Lernen bei gleicher inhaltlicher Tiefe.

Für alle, die ein VR-Programm im Einsatz haben, ist die PwC-Aktualisierung wenig überraschend. Ihr Nutzen liegt darin, dass L&D-Verantwortliche einer Finanzabteilung, die den internen Wert bereits gehört hat, nun eine Zahl von dritter Seite vorlegen können. Die Grundsatzfrage ist entschieden. Was jetzt zählt, ist die Umsetzung.

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