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Events · 5. Oktober 2026 · 5 min Lesezeit

SkillCampVR beim Abend der Luftfahrt 2026 des BDL in Berlin

Beim Abend der Luftfahrt des BDL in Berlin konnten die Gäste an der VR-Station von SkillCampVR selbst an die Kontrollspur, in die Aviathek und in den Korb eines Enteisungsfahrzeugs. Warum Ausbildungskapazität ein Standortfaktor ist und wie das Training im Betrieb funktioniert.

Von SkillCamp Redaktion

SkillCampVR beim Abend der Luftfahrt 2026 des BDL in Berlin

SkillCampVR beim Abend der Luftfahrt 2026 des BDL in Berlin

Am 6. Oktober 2026 hat der BDL - Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft zum Abend der Luftfahrt in die Bolle Festsäle nach Berlin eingeladen. SkillCampVR war mit einer VR-Station dabei. Die Gäste konnten für ein paar Minuten selbst an die Kontrollspur, in die Aviathek und in den Korb eines Enteisungsfahrzeugs.

Für unser Team war das ein besonderer Abend. Die Menschen, die über Kosten, Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit im Luftverkehr entscheiden, haben einmal selbst erlebt, wie Ausbildung in der Luftfahrt heute aussehen kann.

Der Abend der Luftfahrt

Der Abend der Luftfahrt ist die jährliche Abendveranstaltung des BDL in Berlin. Er bringt Airlines, Flughäfen, Flugsicherung, Luftfahrtindustrie und Politik zusammen, in einer Sitzungswoche des Bundestages, mit rund 600 Gästen. Der Verband vertritt die deutsche Luftverkehrswirtschaft gegenüber Politik und Öffentlichkeit; an diesem Abend treffen sich seine Mitglieder mit Abgeordneten, Ministerien und Partnern aus der Branche.

Mitgliedsunternehmen des BDL waren mit eigenen Stationen vertreten. Wir waren als Partner mit einer Station eingeladen: keine Präsentation, kein Vortrag, sondern etwas zum Anfassen.

Was die Gäste an unserer Station erlebt haben

Vier Headsets, drei Szenen, ein paar Minuten pro Person. Unser CEO Pavel Druzhkov und unser Team haben den ganzen Abend begleitet. ** Die Kontrollspur**. Die Gäste standen auf der anderen Seite der Sicherheitskontrolle, als Luftsicherheitskraft: Gepäck auf das Band, Flüssigkeiten und Elektronik heraus, entscheiden, was weitergeht und was nicht. Wer sonst nur als Passagier durch die Kontrolle geht, sieht die Spur plötzlich mit anderen Augen.

Die Aviathek. Ein Gegenstand in der Hand, drehen, ansehen, und dann das Röntgenbild dazu. Erlaubt, eingeschränkt oder verboten? So lernen Luftsicherheitskräfte, Gegenstände im Röntgenbild zu erkennen, bevor sie am echten Monitor sitzen.

Die Enteisung. Im offenen Korb über der Tragfläche, mit dem Ziel, die Fläche in der vorgegebenen Zeit eisfrei zu bekommen. Eine Situation, die man am echten Flugzeug nicht beliebig oft üben kann, in VR aber so oft wie nötig.

Alle Szenen laufen im Stehen und ohne künstliche Bewegung. Die Brille kann jederzeit abgenommen werden, auch mit Brille darunter geht es.

Ausbildungskapazität ist ein Standortfaktor

An den Flughäfen kommt gerade viel neue Technik an: CT-Scanner, neue Regeln für Flüssigkeiten, biometrische Abfertigung. Nicht die Technik ist der Engpass. Es sind die Menschen, die sie bedienen.

Fluktuation ist hoch und ganzjährig. Saisonspitzen verlangen, dass viele Mitarbeitende gleichzeitig einsatzfähig werden. Netze aus Hubs, Außenstationen und Pools sollen überall denselben Standard halten. Und jede neue Kraft muss den sicheren Stand erreichen, bevor die erste Schicht beginnt.

Ausbildungskapazität wird damit zur begrenzenden Größe des Betriebs. Jede Woche bis zur Einsatzfähigkeit und jede Trainerstunde stecken am Ende im Preis einer Kontrolle, einer Enteisung, einer Abfertigung. Das ist unser Gedanke für diesen Abend gewesen: Qualifizierung ist ein unterschätzter Hebel für Kosten und Verlässlichkeit im Luftverkehr.

Drei Dinge ändern sich, wenn Ausbildung digital vorbereitet wird:

  • Einarbeitung und Spitzen. Klassische Einarbeitung bindet eine erfahrene Kraft je neuem Mitarbeitenden. Digital vorbereitete Qualifizierung entlastet genau dort: schneller einsatzfähig, ohne zusätzliche Trainerkapazität, ohne Reisen zu kleinen Stationen.
  • Ein Netz, ein Standard. Über verteilte Standorte hängt Ausbildungsqualität heute an einzelnen Trainern und lokalen Kalendern. Ein zentral gepflegtes System hält den Standard konstant, an der Außenstation wie am Hub.
  • Nachweis statt Anwesenheit. Der Maßstab verschiebt sich von dokumentierter Teilnahme zu nachgewiesener Leistung: auswertbare Trainingsdokumentation je Person, Rolle und Standort, verfügbar, wenn danach gefragt wird. ** Ein System, jeder Standort, gleicher Standard**

Was die Gäste in Berlin in der Brille gesehen haben, ist ein Teil davon. Das ganze System besteht aus vier Bausteinen:

  • VR-Training, die Praxis. Kritische und seltene Situationen werden geübt, bevor sie im Betrieb auftreten.
  • Lernportal für Desktop, Tablet und Mobil, die Theorie. Erreicht alle Mitarbeitenden, auch ohne Hardware und ohne Präsenztermin.
  • KI-Assistenz, die Begleitung. Beantwortet Fragen in Ausbildung und Schicht, aus einer geprüften, geschlossenen Wissensbasis des Kunden.
  • LMS, die Klammer. Plant, weist zu, misst und dokumentiert. Hier entsteht der Nachweis.

Ein Anbieter, ein Vertrag, ein durchgängiger Nachweis. Das Training läuft beim Kunden, durchgeführt von seinen eigenen Leuten; wir liefern Software, Inhalte und Ausrüstung.

Das Training ersetzt die Ausbildung nicht, es ergänzt sie. Die Praxis am echten Gerät bleibt, die manuelle Kontrolle wird weiter live geübt. VR übernimmt Vorbereitung und Wiederholung, so oft wie nötig, an jedem Standort gleich.

Im laufenden Betrieb

Das ist kein Pilot. Seit zwei Jahren werden mit unserem System mehrere tausend Luftsicherheitskräfte an sieben deutschen Verkehrsflughäfen ausgebildet. Über alle Branchen laufen rund 2.000 VR-Trainings pro Woche an rund 60 Standorten. Die Bundespolizei bewertet den Ansatz als geeignetes Trainingsinstrument. Am Flughafen Frankfurt trainieren Enteisungsteams seit zwei Wintern in VR, über 450 Operatoren, mit der eigenen Flotte nachgebaut.

SkillCampVR ist Mitglied im BDLS und im BDSW.

Zur Einordnung, aus unabhängiger VR-Forschung (u. a. PwC 2020), keine von SkillCampVR gemessenen Ergebnisse: bis zu viermal schnelleres und nachhaltigeres Lernen, bis zu 80 Prozent weniger Trainingszeit, bis zu 40 Prozent weniger Fehler.

Danke

Unser Dank gilt dem BDL für die Einladung, und Carola Scheffler und ihrem Team für die Organisation eines Abends, an dem die Branche zusammenkommt. Danke auch an alle Gäste, die die Brille aufgesetzt und uns ihre Fragen gestellt haben. Die Gespräche, die in Berlin begonnen haben, führen wir gern weiter.

Selbst erleben

Wer das Training in der Praxis sehen möchte, kann mit uns vereinbaren:

  • Eine Demonstration am eigenen Standort, mit Headsets und den eigenen Mitarbeitenden.
  • Einen Referenzbesuch an einem laufenden Trainingsstandort, zum Beispiel am Flughafen Frankfurt.
  • Ein Fachgespräch mit den Verantwortlichen für Ausbildung, Sicherheit oder Bodenverkehrsdienste.

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